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am 15. April

Mingler zu Immobilienpreiserhebung: "Wir müssen auf die Tube drücken."

Michael Mingler - Grüne wollen mit "Dreisprung" leistbares Wohnen erreichen

Die jüngste Erhebung der Immobilienpreise durch den Immobilienmarktexperten "Remax" müssen für die Tiroler Grünen zum Anlass genommen werden im Wohnbereich "auf die Tube zu drücken" und "nichts unversucht zu lassen".  Der Erhebung zufolge sind die Wohnungspreise in Tirol in den letzten 5 Jahren um insgesamt 38  Prozent gestiegen, alleine im letzten Jahr um knapp 10 Prozent. "Was wir hier sehen, ist immer noch eine Folge der andauernden Niedrigzinspolitik der EZB, welche durch die Unsicherheit der Corona-Krise noch einmal beschleunigt wurde. Investoren kaufen nun noch mehr Wohnungen auf und treiben die Immobilienpreise dadurch weiter in die Höhe. Zum Leidwesen all jener, die für ihr Geld hart arbeiten und kaum über die Runden kommen. Diese Preisspirale muss dringend durchbrochen oder zumindest gebremst werden", so der Grüne Wohnsprecher im Tiroler Landtag, Michael Mingler.

Er schlägt einmal mehr den "Grünen Dreisprung für leistbares Wohnen" vor, mit dem die Tiroler Grünen bereits in den letzten Monaten die Debatte bereichert haben. "Wir sagen: Wo der freie Markt versagt, muss die Politik korrigierend eingreifen. Das bedeutet erstens "Wir müssen dringend brachliegendes Bauland aktivieren", zweitens brauchen wir mehr geförderten Wohnbau statt unnötiger Investorenprojekte und drittens müssen wir die Zweckentfremdung von Wohnraum durch Spekulation unterbinden", so der Grüne Wohnsprecher, der sich in laufenden Verhandlungen befindet.

Den Ärger in der Bevölkerung über die horrenden Wohnungspreise kann Mingler auch deshalb nachvollziehen, weil prominente Investorenprojekte immer vor Augen führen, wie sehr teilweise an den Bedürfnissen der Menschen vorbei gebaut wird, wie die Tiroler Tageszeitung letzten Sonntag aufgezeigt hat. "Projekte wie das "Pema 2" als Modelle für "junges Wohnen" anzupreisen, ist eigentlich ein Treppenwitz. Diese Objekte haben nicht einmal einen Balkon dafür Mietpreise jenseits von 20 € pro Quadratmeter. Kein Wunder, dass diese Wohnungen vorwiegend bei Airbnb landen. Statt solcher unnötiger Investorenprojekte brauchen wir einen Boost im geförderten Wohnbau. Wir müssen das Instrument der Vorbehaltsflächen endlich mit Leben füllen, um mehr Flächen für leistbares Wohnen zur Verfügung stellen. Mehr geförderter Wohnbau ist ein Schlüssel, um die Preisspirale am Wohnungsmarkt zu durchbrechen", schließt der Grüne Wohnsprecher.​

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